Was geschieht nach einem Kaiserschnitt?
Was passiert nach einem Kaiserschnitt?
Vom Operationstisch bis zur Rückkehr nach Hause: Ein Schritt-für-Schritt-Leitfaden zu Genesung, Schmerzmanagement und Wundversorgung.
1. Der Aufwachraum
Direkt nach der Operation werden Sie in einen angrenzenden Raum gebracht. Hier beginnt der erste Kontakt: Ihr Baby wird Haut an Haut gelegt und die Hebamme hilft Ihnen beim ersten Anlegen.
Der Partner ist in dieser Phase oft zugelassen; falls nicht, wartet er im Krankenzimmer auf Sie.

2. Auf der Station: Die Kontrollen
Nach wenigen Stunden, wenn alles gut läuft, werden Sie auf die Wöchnerinnenstation verlegt. Folgendes wird passieren:
Vitalwerte
Häufige Kontrolle von Atmung, Herzschlag, Blutdruck und des Verbands.
Flüssigkeit und Katheter
Sie erhalten eine Infusion für Flüssigkeit und haben einen Blasenkatheter (wird meist nach 12 Std. entfernt).
Blutungen
Die Hebamme kontrolliert die Blutung und den Wechsel der Wochenbettvorlagen.
Thromboseprophylaxe
Sie tragen Kompressionsstrümpfe, um das Thromboserisiko zu senken.
3. Die körperliche Erholung
Mobilität und Bett
Die Genesung variiert von Frau zu Frau, aber jeder Kaiserschnitt ist ein großer Eingriff. Solange die Betäubung wirkt, müssen Sie im Bett bleiben und benötigen Hilfe beim Heben des Babys.
Schmerzmanagement
Die Wunde wird schmerzen. Sie erhalten Paracetamol, NSAR (wie Ibuprofen) oder Opioide, wenn die Schmerzen stark sind.
- Nehmen Sie die Medikamente regelmäßig, warten Sie nicht, bis der Schmerz unerträglich wird.
- Die verschriebenen Schmerzmittel sind mit dem Stillen vereinbar.
- Informieren Sie die Hebamme bei Übelkeit oder übermäßiger Schläfrigkeit.

A Die Wunde
Der Verband wird normalerweise nach 24 Stunden kontrolliert. Es können selbstauflösende Fäden oder Klammern (Entfernung nach 7-10 Tagen) vorhanden sein.
Zu Hause:
- • Reinigen Sie nur mit klarem Wasser (keine Seife auf die Wunde).
- • Vorsichtig abtupfen, nicht reiben.
- • Tragen Sie weite Kleidung und Baumwollhosen mit hohem oder tiefem Bund, um Reibung zu vermeiden.
B Thromboseprophylaxe
Es ist entscheidend, so bald wie möglich aufzustehen und zu gehen. Außerdem müssen Sie ein genaues Protokoll befolgen:
- Tägliche Heparin-Injektionen nach ärztlicher Anordnung.
- Tragen Sie Kompressionsstrümpfe Tag und Nacht (nur zum Duschen ausziehen).
Häufige Nebenwirkungen
Blutungen (Wochenfluss)
Vaginale Blutungen sind auch nach einem Kaiserschnitt normal (sie stammen von der Plazentastelle). Sie dauern 2 bis 6 Wochen.
Verstopfung
Der Darm kann Tage brauchen, um wieder in Schwung zu kommen. Schmerzmittel und Unbeweglichkeit helfen dabei nicht.